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Passivhaus Projektierungs-Paket (PHPP)

Das Passivhaus Projektierungs-Paket (PHPP) ist ein übersichtliches Projektierungswerkzeug für Architekten und Fachplaner. Mehrere tausend Nutzer haben positive Erfahrungen mit der Zuverlässigkeit der Berechnungsergebnisse bei gleichzeitig einfacher Handhabbarkeit des Planungstools.

 

Das PHPP umfasst:

 

 

 

 

 

 

 

 

PHPP - Das Energiebilanzierungs- und Passivhaus-Planungstool

1998 erschien das PHPP zum ersten Mal und wurde seither ständig weiter entwickelt. Kern des Pakets sind Rechenblätter für Heizwärmebilanzen (Heizzeit- und Monatsverfahren), für Wärmeverteilung und -versorgung, für Strombedarf und Primärenergiebedarf.

 

 

 

Neue, für die Planung wichtige Module wurden sukzessive ergänzt: u.a. Berechnung von Fensterkennwerten, Verschattung, Heizlast und Sommerverhalten, Kühl- und Entfeuchtungsbedarf, Lüftung für große Objekte und Nichtwohngebäude, Berücksichtigung von erneuerbaren Energiequellen sowie EnerPHit-Zertifizierung (Altbausanierung).
Das PHPP wird fortlaufend anhand von Messwerten und neuen Forschungsergebnissen validiert und erweitert. Im Rahmen wissenschaftlicher Begleitforschungen wurden an mehreren hunderten Objekten Messergebnisse mit Berechnungsergebnissen verglichen.

Von entscheidender Bedeutung war das CEPHEUS-Projekt im Rahmen des europäischen Thermie-Programms, in dem an insgesamt 14 europäischen Standorten Siedlungen und größere Wohngebäude in Passivhausstandard gebaut und wissenschaftlich begleitet wurden (mehr unter CEPHEUS).

Dabei zeigte sich, dass die thermischen Gebäudeeigenschaften - auch bei Passivhäusern - mit überraschend hoher Genauigkeit mit dem Energiebilanzprogramm des PHPP wiedergegeben werden können. Insbesondere trifft dies auch für das eigens entwickelte Verfahren zur Berechnung der Heizlast zu.

Die folgende Abbildung zeigt Ergebnisse eines Vergleichs von Messungen und PHPP-Berechnungen bei verschiedenen Siedlungen. Interessant ist insbesondere, dass stets - übrigens bei allen Gebäudestandards - hohe (relative) Nutzerstreuungen beobachtet werden, das Projektierungsergebnis aber ausgezeichnet mit den durchschnittlichen Messergebnissen übereinstimmt.

 

 

 

 

 

PHPP 8 - Das neue Passivhaus Projektierungs-Paket mit einer Vielzahl an neuen Anwendungen

NEU:

 



 

Vorwort aus dem Handbuch zum Passivhaus Projektierungs-Paket 8 (2013)

Das Passivhauskonzept stellt in weiten Teilen Europas eine anerkannte Grundlage für die Erstellung von zukunftsfähigen Gebäudeprojekten dar. Angepasst an die jeweilige klimatische Situation kann eine wirtschaftliche und nachhaltige Minimierung von Nutzenergie- oder Primärenergieverbrauch nur mit dem Einsatz von Passivhaus-Technologien erreicht werden. Auch die europaweit langfristig angestrebte Energieversorgung mit erneuerbaren Energien scheint ohne drastische Verbrauchsreduktion und deshalb erforderlicher Effizienzsteigerung kaum realisierbar. Immer mehr zertifizierte Wohngebäude oder Nichtwohngebäude im Passivhausstandard aber auch EnerPHit-Sanierungen von Wohnbauten und Nichtwohngebäuden belegen dies.

Die Verknüpfung von Passivhaustechnologien mit erneuerbaren Energiequellen stellt ein Entwicklungsfeld für Planer und Bauherren dar, dem in Zukunft immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden muss. Die hohe Energieeffizienz des Passivhauses als Grundlage bleibt unbestritten, die Ergänzung mit solaren Energiebeiträgen für Warmwasser, Heizung und Strombedarf oder der Einsatz von Geothermie-Technologien stellt aber eine immer sinnvollere Möglichkeit dar, den Primärenergiebedarf von Gebäuden weiter zu reduzieren.

Neue Studien haben darüber hinaus nachgewiesen, dass auch international unter den verschiedensten klimatischen Bedingungen wirtschaftlich tragfähige Passivhauskonzepte umsetzbar sind. Das hohe Interesse an der Einführung von Passivhauskonzepten über Europa hinaus erkennen wir an den vielen Pilotprojekten, zu denen aus aller Welt Anfragen nach Passivhaus- oder EnerPHit-Zertifizierungen eingehen. Obwohl in vielen Ländern entsprechende Komponenten national noch nicht verfügbar sind oder spezielle Produkte für spezifische Anforderungen von extremen Klimata sich erst im Entwicklungsstadium befinden, erscheint sowohl der Energieeinsparungsgedanke als auch die Steigerung des Wohnkomforts und der Luftqualität Anreiz zu sein, Neubau- und Sanierungsprojekte nach klimatisch angepassten Passivhauskonzepten durchzuführen.

Internationale Einsatzfähigkeit des PHPPs
Das auf physikalischen Prinzipien aufbauende Passivhauskonzept ist weitgehend unverändert geblieben, und das PHPP als Planungs- und Nachweiswerkzeug hat sich in der Praxis gut bewährt. Die hervorragende Übereinstimmung der Berechnung des Heizwärmebedarfs wurde durch Validierung anhand von dynamischen Simulationen als auch durch Überprüfung an realen, gebauten und sorgfältig vermessenen Projekten über die Jahre hinweg immer wieder nachgewiesen. Im PHPP 2007 wurden die ersten Kühlfallberechnungsverfahren auf Monatsbasis eingeführt und seitdem im Zuge verschiedener internationaler Studien bestätigt. Für das PHPP 8 (2013) konnte vom Passivhaus Institut anhand von vergleichenden Parameterstudien mit dynamischen Gebäudesimulationen validiert werden, dass die Berechnungsalgorithmen für Übertemperaturhäufigkeit, Kühl- oder Entfeuchtungsbedarf weitestgehend plausible Ergebnisse liefern, nur geringe Anpassungen mussten vorgenommen werden. Auch die Verschattungsberechnung und das Verhalten von weniger gut gedämmten Bauteilen in südlicheren Breitengraden wurden analysiert und bestätigt. Es besteht nun also Gewissheit, dass das PHPP nicht nur in europäischen Ländern, sondern auch in sehr heißen oder sogar tropischen Klimaten zuverlässige Ergebnisse liefert und somit international als Planungs- und Nachweiswerkzeug eingesetzt werden kann. Darüber hinaus konnten, gerade für den internationalen Einsatz in verschiedensten Klimazonen, zusätzliche Eingaben und Berechnungsverfahren in das PHPP eingearbeitet werden, die die Konzeption einer passiven Kühlungsstrategie verbessert ermöglichen. Für die Anwendungsoptimierung im internationalen Einsatz wurden die seit 2007 stets ergänzten Berechnungsblätter des Sommerfalls so weit als möglich zusammengefasst oder mit den bewährten Berechnungsblättern für die Heizbedarfsermittlung kombiniert.

Gerade in Klimazonen, für die noch keine umfassenden Empfehlungen für die Erstellung von Passivhäusern vorhanden sind, stellt das PHPP als einfach anzuwendende Energiebilanzierungssoftware eine zuverlässige Grundlage für die Entwicklung neuer Effizienzkonzepte und die Planung der Pilotprojekte dar.

Passivhaus- und EnerPHit-Nachweis
Die im PHPP 7 integrierten EnerPHit-Kriterien stehen unverändert für den Nachweis für die Zertifizierung von EnerPHit-Modernisierungen zur Verfügung, ebenso die klimaunabhängigen, funktionalen Passivhaus-Kriterien für den internationalen Einsatz des PHPPs. Weltweit wächst die Bedeutung der Berechnung des Kühlbedarfs, der nur mit dem Monatsverfahren zuverlässig ermittelt werden kann. Daher wurden die Zertifizierungskriterien für den Nachweis von Passivhäusern entsprechend angepasst, indem nun ausschließlich mit dem Monatsverfahren für Heizen oder Kühlen gerechnet wird.

Schnittstellen zum PHPP und grafische Eingabeoberfläche designPH
Die schon im PHPP 7 bereitgestellte Schnittstelle, mit der das Übertragen von Eingabedaten von einer PHPP-Datei in eine andere ermöglicht wird, steht weiterhin und erweitert zur Verfügung. Die Schnittstelle aus Export-Makro und Textdatei funktioniert bislang hervorragend und soll auch zukünftig für den Datenaustausch mit verschiedenen Anwendungen wie CAD-Programmen oder Energiesparsoftware weiter ausgebaut werden.

Über diese Schnittstelle können ab dem PHPP 8 auch Eingabedaten importiert werden, die über eine dreidimensionale Eingabeoberfläche erzeugt wurden, dem in naher zukunft kostenlos erhältlichen SketchUp von Trimble, das bereits von vielen Architekten, Designern oder Planern zur Visualisierung von einfachen bis komplexen Gebäudeentwürfen oder -Konzepten verwendet wird. Die Zuweisung von Flächentypen, Material- oder Komponentendaten kann durch das neue designPH vorgenommen werden, einem vom Passivhaus Institut entwickelten Plugin für SketchUp. Durch den Export dieser Daten in eine Textdatei können diese durch die Schnittstelle eingelesen werden und ermöglichen so eine grafische Eingabe in das PHPP. Das designPH wird ab Sommer 2013 zur Verfügung stehen.

PV-Abschätzung, solare Heizungsunterstützung und Wärmepumpen-Berechnung
Die fortschreitende Entwicklung zur nachhaltigen Energieversorgung macht auch vor dem PHPP nicht halt. Bislang immer durch externe Berechnungsverfahren zu ermittelnde Angaben wie zu erwartende Ertragswerte für Photovoltaikanlagen oder Jahresarbeitszahlen von Wärmepumpen können nun auf entsprechenden Berechnungsblättern im PHPP ermittelt werden. Zusätzlich zur schon vorhandenen Berechnung der solaren Warmwasserbereitstellung wurde auch ein Verfahren integriert, welches die solare Heizwärmebereitstellung abschätzen kann.

Komponenten-Liste, Bedienungsfreundlichkeit und Kompatibilität

Die aktuelle Verfügbarkeit von spezifischen Daten von zertifizierten Passivhaus-Komponenten gewinnt aufgrund der stetig wachsenden Zahl von Zertifizierungen immer mehr an Bedeutung. Um die Aktualität der im PHPP integrierten Komponentenlisten zu verbessern und unabhängig von Programm-Updates zu gewährleisten, wurde ein zentrales Komponenten-Blatt erzeugt, welches in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden kann und das die bisher vorhandenen Komponentenlisten ersetzt.

Zur weiteren Verbesserung der Bedienungsfreundlichkeit und Übersichtlichkeit der Nutzeroberfläche wurden einige Eingabebereiche umstrukturiert oder ergänzt. Zudem wurde das PHPP in anderen Tabellenkalkulationen oder Betriebssystemen getestet, um hier in der Vergangenheit aufgetretene Probleme zu beseitigen und die PHPP-Berechnungen auch aus dieser Sicht auf verschiedenen Plattformen und weltweit zu ermöglichen.

Die Excel-Basis des PHPPs und die prinzipiell offenen Algorithmen blieben weiterhin erhalten: Sie machen das PHPP ungemein flexibel, inhaltlich nachvollziehbar und vergleichsweise übersichtlich. Das Berechnungsergebnis steht ohne spürbare Rechenzeit sofort nach der Dateneingabe zur Verfügung. Damit sind Architekten, Ingenieure, Haustechnikplaner und Energieberater auch weiterhin und weltweit in der Lage, Entwurf und Komponenten auf Basis klarer Zahlen zu optimieren.

PHPP 8 - Was ist neu ( pdf 41 KB)

PHPP Version 8 (2013) - Preis: 160,- Euro + Verpackung und Versand

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